kk* Blog

26.04.08
Kultursponsoring-Gipfel 2008 - Ergebniss
Kultursponsoring Gute Ansätze - mehr Professionalität

 

Auf dem letzten Kultursponsoring-Gipfel (17./18. April) kam es in den Vorträgen und in Gesprächen vor und nach der Veranstaltung wieder ganz klar zu Tage: Kultursponsoring in Deutschland ist zum Teil gut unterwegs, aber der Masse fehlt schlicht noch Professionalität. Diese fängt mit einem sauberen, tragfähigen Konzept an, in dem die Zielgruppe berücksichtigt (=vorab wirtschaftswissenschaftlich analysiert) wird, so dass man beide Seiten der Waage(Sponsoren - Kulturkonsumenten) zu frieden stellt. Klare Gegenleistungen, die sich von der 'Logomanie' entfernen und auf zeitgemäße und kreative Gegenleistungen bauen. Diese sollte man entsprechend kombinieren, um das Maximum an Kundenbindung und - begeisterung zu erhalten. Außerdem lassen sich damit auch neue Kundengruppen binden. Mit dem Gedanken 'ich kenne da jemanden in Firma xyz' läßt sich kein gutes Kultursponsoring aufbauen. Das hilft vielleicht in dem ein oder anderen Fall mal, aber die VIP Posten in Unternehmen sind von diesen Personen nicht auf Dauer gebucht.Und mit dem Wechsel findet des öfteren auch eine Verlagerung der Interessen statt. Was aber auch noch sehr interessant war, ist die These, dass Kultur die 4. Säule der Nachhaltigkeit ist und wir uns auch im Kultursponsoring Gedanken machen sollten wie wir wieder zu einem geschlossenen Kreislauf (Cradle-to-Cradle Design)kommen können. Ohne Emotionen und Kreativität würde nichts mehr richtig laufen. Wo beziehen wir einen Teil unserer Ideen her? Aus Museen? Aus Künstlerkarrieren? Aus dem Aufbau und der Funktion eines Orchesters? Last but not least ist Sponsoring ein Freunde gewinnen, Sympathien geben um dauerhaft Partner zu finden.'Do ut des' übersetzt in Kultursponsoringverständnis heißt für mich langfristige Partnerschaften, die auf einem gemeinsamen geistigen und weitblickendem Fundament stehen. D.h. wir sollten uns dahin bewegen und Städte, Regionen usw. mit einem gemeinschaftlichen wirtschafts-kultur Ansatz zu vermarkten. Damit können wir zukünftig nur gewinnen. Mit der Schiene Wirtschaft gib mal Geld - ich Kultur brauche es, damit ich überleben kann, kommen wir nicht weiter - das ist zu platt. Im neuen Zeitalter sollten wir uns darüber klar sein, dass Kultur der Wirtschaft jede Menge bieten kann, was diese in den letzten Jahren aufgrund quartalsgetriebener Ergebnisse und Proft'sucht' verloren hat. Erste Ansätze dau bieten einige Firmen schon an und das Kölner Model 'Kölner Kulturpaten' zeigt auf, das es funktioniert.

 

Ein Video zum Gipfel finden Sie auf dieser Seite unter dem Reiter Kultursponsoring-Gipfel.

 

Stimmen zum Kultursponsoring-Gipfel 2008: http://www.sponsoring-blog.de/2008/04/18/festivalsponsoring-kultursponsoring-gipfel-2008-der-europaeischen-sponsoring-boerse/


02.03.08
Kunstmessen

Kunstmessen

 

Das war doch schon auffällig, dass Kunstmessen in letzter Zeit einfach vom Erdboden verschwunden sind oder durch mehr oder minder heftige Erbeben in den Festen schwankten. Frankfurt wurde aufgegeben, in Köln wurde der Messedirektor von Galeristen zum Rücktritt gezwungen, Düsseldorf hat nach nur einer Vorstellung aufgehört...man könnte hier weitermachen. Diese Thema kann man von mehreren Seiten betrachten und analysieren. Waren nicht schon einmal vor über 10 Jahren Galeristen kämpferisch und tatkräftig vom Rhein an die Havel unterwegs? So schreibt es das Geschichtsbuch, daß sie in Berlin das Art Forum gegründet haben, um junger Kunst mehr Raum zu geben. Bei näherer Betrachtung der Aussteller in Berlin heute kann man sie nicht mehr komplett finden. So, und nun ein neuer Vorstoß in Köln. Wo gehen Sie dieses mal hin?? Hier stellen sich doch zwei ganz andere Fragen. Zum Einen sollte in Köln vielleicht darüber nachgedacht werden die Kunst in ein Gesamtwirtschaftskonzept einzubinden und mit geeigneten Mitteln - diese Wege gilt es noch zu fnden - für alle Beteiligten einen Vorteil zu erreichen. Zum Anderen plädiere ich dafür sich einmal die Weltwirtschaft und deren Zentren anzusehen. Dabei zählt auch die geographische Fläche der Welt in Hinblick auf Kunstmessendichte und Lokation der Kunden. Die zentren verschieben sich Richtung Osten. Um die komplette Abwanderung zu vermeiden, wäre es eine Möglichkeit in Deutschland nicht in lokal- patriotischer Sichtweise zu verharren, sondern über die Grenzen -auch wenn es nur längs des Rheins- ist, zu gehen und mit vereinten Kräften ein Pendant zur Art Basel aufzusetzen. Diese war auch nicht immer das, was sie heute ist und über Kultur und Kunst lassen sich hervorragend Produkte platzieren und somit Sponsoren gewinnen.



19.01.08
5. Kultursponsoring-Gipfel – 17./18.04.2008, Köln

Es ist bald wieder soweit – der Kultursponsoring-Gipfel liegt mit der Programm Planung in den letzten Feinheiten. Und wir werden dieses Jahr schon 5!

Unter dem Titel ‚Kultur lockt Kunde’ können sich alle Interessierten auf ein spannendes und sehr umfangreiches Programm freuen. Wir gehen am zweiten Tag verstärkt in Foren, die Spezialthemen wie bspw. Festival-Sponsoring und -Vermarktung behandeln.

Stay tuned for more!
www.kultursponsoringgipfel.de



14.01.08
Kulturhauptstädte Europas 2008

Stavanger und Liverpool haben heute als Kulturhauptstädte Europas 2008 Ihre Auftaktveranstaltungen gefeiert. Aus Liverpool stammt Sir Simon Rattle, der auch im laufe des Jahres mit den Berliner Philharmonikern in seine Heimatstadt kommen wird.

www.stavanger.com
www.liverpool.com



01.01.08
Willkommen Olympisches Kulturjahr

Am 08.08.2008 schauen wir alle gebannt nach Peking zur Eröffnung der Olympischen Sommerspiele. Neben Sport gibt es aber auch reichlich deutsche Kultur, denn 2008 ist auch das deutsche Kulturjahr in China.



15.12.07
Kultur Enquete Kommission

Jetzt beginnt die Arbeit erst richtig!

Es ist vollbracht – nach vier Jahren Anhörung und Beratung liegt nun der Kulturkompass mit 465 Handlungsempfehlungen vor. Was nun?

Alle Involvierten in der Kulturwirtschaft müssen jetzt sehen, dass sie diese Empfehlungen in die Tat umsetzen, um diese Branche aus dem Schattendasein zu befördern. Was machen wir z.B. in Deutschland, wenn sich unsere Künstler (=Produzenten) nicht mehr mit ihrem Einkommen selbständig versorgen können?

Wollen wir uns diese Pleite leisten? Können wir sie uns überhaupt leisten?



02.08.07
Staatsziel Kultur – Ja oder Nein?

Soll es nun in das Grundgesetz? ‚Was wäre der Vorteil’, wenn es dort verankert ist und vor allem ‚Würde sich entscheidend etwas ändern’?

Müßten wir nicht zuerst unsere ganze Haltung im Großen und Ganzen in diesem Land zu Kultur und ihren Ausprägungen ändern? Oder ist es normal, dass der Musik und Kunstunterricht ständig gekürzt wird?



15.05.07
Jedem Kind ein Instrument

Der Startschuß zu diesem ambitionierten Programm ist in Nordrhein-Westfalen gefallen. Nachdem viel über PISA und deren Ergebnisse in Deutschland diskutiert wurde, ist dies ein Ansatz wie man Kindern, das Lernen erleichtern kann und soziale Kompetenz fördern. Lange bekannt ist, dass Musik in jungen Jahren unterstützend für die Vernetzung der Synapsen im Gehirn zuständig ist. Das erleichtert später bspw. das Vokabellernen. Aber nicht nur das kann Musik bewirken – denken wir an das Simón Bolívar Youth Orchestra aus Venezuela, das aus Kindern und Jugendlichen aus Armenviertel zusammengesetzt ist und mit einer derartigen Freude und Begeisterung spielt, dass einem ein kalter Schauer über den Rücken läuft. Es mildert damit soziale Spannungen, fördert die musische Ausbildung und öffnet Ihnen einen aussichtsreicheren Weg als das Slumleben.

Tipp: Sie werden auf dem Beethoven Festspiel in Bonn dieses Jahr Gast sein.